Montepulciano ist eine rote Rebsorte, die in Mittelitalien weit verbreitet ist. Die autochthone Rebsorte aus der Toskana wurde nach einer Stadt der Provinz Siena benannt. Es ist erwiesen, dass bereits um 1300 Weine aus Montepulciano-Beeren hergestellt wurden. Bereits im 17. Jahrhundert war das englische Könighaus ein wichtiger Abnehmer. Im 18. Jahrhundert erhielt der Rotwein das Attribut Vino Noble und war somit der erste Wein, der in die Weinklasse DOCG gehoben wurde. Die Sorte wird heutzutage in den Abruzzen zu dem populärenMontepulciano d'Abruzzo verarbeitet. Dieser muss zu mindestens 85% aus Beeren desMontepulciano bestehen. Auch in der italienischen Regio Marken, sowie in Umbrien und Apulien gibt es Bestände dieser Rebsorte. Sie ist neben demSangiovese die wichtigste Sorte Mittelitaliens und wird auf 34.824 Hektar angebaut. In Abruzzen belegt sie fast 56% der Anbaufläche. Es gibt außerdem Montepulciano-Reben in den Ländern Argentinien, Brasilien, Kalifornien und Neuseeland. Weltweit ergibt das eine bestockte Fläche von 34.947 Hektar. Austrieb und Beerenreife finden bei dieser Rotweinsorte spät statt